FSJ - Freiwillige im Sozialen Jahr

Freiwilliges Soziales Jahr und Ganztagsschule

- dynamisches Konzept der Seebachschule Osthofen-

 

Junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr kommen ohne praktische Erfahrungen im Berufsleben, ohne fachliche Ausbildung in unsere Einrichtung. Wir wollen ihnen bei der Persönlichkeitsbildung helfen und ihnen Begleiter auf dem Weg ins Berufsleben sein. 

Ziele:

a ) fürFSJ`ler:

Einblicke gewinnen in den Schulalltag;

Förderung sozialer Kompetenzen, Persönlichkeitsbildung und Bildungsfähigkeit.

b ) für die Einsatzstelle:

2 Anleiter / Begleiter – Unterrichtsbegleitung und GTS

Hilfe bei der Verarbeitung von Eindrücken und den unterschiedlichen Erfahrungen und Erlebnissen
fachliche und pädagogische Anleitung
Integration ins Lehrerkollegium und GTS- Team.

Maßnahmen :

Der Einsatz der FSJ`ler erfolgt in der Zeit von 7.55 Uhr – 15.55 Uhr, am Vormittag im Unterricht ( z.B. Fördern einzelner Kinder oder kleinerer Gruppen ), am Nachmittag im Bereich der Ganztagsschule:

       ab 12.00 Uhr         betreutes Mittagessen

       ab 13.00 Uhr         aktive Mittagspause

       ab 13.55 Uhr         Lernzeitbetreuung

       ab 14.55 Uhr         AG / Freizeit

Gerade im Bereich der GTS müssen die individuellen Fähigkeiten, Wünsche und Bedürfnisse der FSJ`ler berücksichtigt werden und im Vordergrund stehen.

 

Persönliche und individuelle Betreuung 

Gesprächsbereitschaft signalisieren, soviel wie möglich mitteilen und nachfragen;

Zeit nehmen für regelmäßige Gespräche über Erfahrungen und persönliche Entwicklungsziele;

Unterstützung und Hilfe anbieten;

Grenzen und Schwächen akzeptieren – FSJ`ler müssen auch NEIN sagen dürfen!

Privatsphäre respektieren.

Fachliche Begleitung

  • an Lernzielen orientieren, die zu Beginn gemeinsam vereinbart, im weiteren Verlauf des FSJ regelmäßig überprüft und der aktuellen Situation des FSJ`lers angepasst werden;
  •  Einbeziehung und Berücksichtigung der Vorstellungen und Erwartungen der FSJ`ler;
  • regelmäßiges Überprüfen des Tätigkeits- und Aufgabenrahmens;
  • Selbständigkeit ermöglichen durch Übertragen verantwortlicher Aufgaben;
  • Mitgestaltungsmöglichkeiten im Arbeitsbereich schaffen;
  • Einbeziehung in Vorbereitung und Gestaltung von Schuljahreshöhepunkten;
  • Vorgaben und Entscheidungen bei Bedarf erklären;
  • regelmäßiges Feedback: Stärken und Fähigkeiten bestätigen, Leistungen und Engagement anerkennen, Lob aussprechen;
  • Unzufriedenheit benennen;
  • Grenzen setzen und Konflikte konstruktiv angehen;
  • Beobachtungen und Anregungen anhören und ernst nehmen;
  • Einschätzungen und Kritik der FSJ`ler beachten;
  • zur Unterstützung Dienstvorgesetzte oder FSJ- Träger beteiligen.

 

Einarbeitung und Anleitung

Aufgrund ihrer Unerfahrenheit ist es besonders wichtig, den FSJ`lern eine ausreichende Zeit zum Kennen lernen und Einarbeiten zu gewähren. Nur so können sie sich geborgen, verstanden und vor allem respektiert und akzeptiert fühlen. Die Einarbeitungsphase sollte über die Probezeit hinausgehen ( je nach Erfahrungsschatz /Alter kürzer oder länger ). Während dieser Zeit machen die FSJ`ler kleine Handreichungen und sollen für sich bestimmte Aufgaben, Ziele und Projekte entdecken und eventuell planen. Wichtig sind von Anfang an regelmäßige Gespräche zwischen Anleitung und FSJ`ler. Diese sollten im Stundenplan (auch des Anleiters) fest verankert sein.

Möglicher zeitlicher Rahmen: letzte Woche der Sommerferien: Kennen lernen der Einrichtung, Vorstellung im Kollegium, Kennen lernen der Anleiter und Begleitpersonen, Bekannt machen mit der Leitung und weisungsberechtigten Personen.

August / September bis Beginn der Herbstferien:

-        Vorstellung im GTS- Team, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern;

-        Vorstellen des Arbeitsbereiches, Erklärung des Arbeitsauftrages, der Dienstzeiten, des Stundenplanes, der Zuständigkeiten und Vertraut machen mit den Arbeitsabläufen;

-        Benennen der Tätigkeiten, die FSJ`lern untersagt sind;

-        Einarbeitungsplan vorlegen und abstimmen, Zeit des Mitlaufens vereinbaren;

-         nach und nach Tätigkeiten übernehmen lassen,

-     verantwortungsvoller Umgang mit Informationen zur Zielgruppe;

-         eigene Zuständigkeiten schaffen (z.B. AG-Angebot);

-         gemeinsame Erwartungserklärung FSJ / Anleitung / Einrichtung;

-         Festlegen einer Form der Praxisanleitung;

-         Formulierung von Lernzielen.

 

Oktober - Ende der Probezeit

-         Feedback über die ersten Wochen „ Was waren kleine persönliche Erfolge / Misserfolge?“

 

November/ Dezember - Einarbeitungsphase ist abgeschlossen

-          Stärken und Schwächen des FSJ`lers;

-          Verhältnis zu Schülern und Lehrern, Arbeit im GTS- Team;-Verhältnis von Arbeitszeit und Freizeit „ Wie kommt der FSJ`ler zurecht?“

-          Selbständige Arbeiten in der Advents- und Weihnachtszeit (Bastelarbeiten, Weihnachtsfeier u.ä. )

 

Januar - Vorausschau 2. Halbjahr –

 

-      Was hat sich der FSJ`ler vorgenommen? Können diese Vorhaben umgesetzt werden? Welche Ideen, Wünsche hat er/sie? Unterstützung – welche, wer?

 

Februar/ März - Zwischenbilanz/ Ausblick -

-          Zufriedenheit der FSJ`ler an der Einsatzstelle- evtl. Über- oder Unterforderung;

-          Wohlfühlen im Team;

-          Verhältnis zu Kindern und Lehrern;

-          bisher erfüllte/ nicht erfüllte Hoffnungen und Erwartungen an das FSJ (Ernüchterung, Enttäuschung; Erfolge, Gewinn 1. Halbjahr )

-          Geben/ Nehmen – FSJ`ler/ Einsatzstelle

 

April/ Mai

-          Zeit für ein eigenständiges kleines Projekt - selbständig planen und durchführen ( z.B. Schuljahresabschluss in der GTS; Abschluss in den Klassen)

 

Juni/ Juli

-          Vorstellungen und Perspektiven der FSJ`ler nach dem FSJ

-          Planung des Abschiedes

-          Zeugnis

-          Resümee

 

Stand: 11. Januar 2013