Muttersprachlicher Unterricht

Unterricht in der Herkunftssprache

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Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, hier: Muttersprachlicher Unterricht
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Wir berichten vom Austausch und den Begegnungen mit dem Gymnasium 1953 Moskau 2017

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Schulkinder der Seebachschule Osthofen und der Gustav-Heinemann-Realschule+ Alzey reisen nach Moskau

In den Osterferien fuhr die Schülergruppe unerer Seebachschule und der angeschlossenen Einsatzschulen unter Leitung der Lehrerin im russischen Herkunftssprachenunterricht, Frau Maltseva, in Begleitung einiger Eltern und der Schulleitungen für 2 Wochen zur Partnerschule, dem Gymnasium 1593 in Moskau-Krylatskoje. Die Fahrt stand unter dem Motto „Dialog der Kulturen“ und wurde ermöglicht durch die Mittel der Stiftung Deutsch-russischer Jugendaustausch.
Die Schulleitung der Partnerschule hatte zusammen mit der Lehrerin Frau Schupik den Schülern vor Ort ein umfangreiches und sehr dichtes Programm zusammengestellt. Nach einem bewegend herzlichen Begrüßungsempfang mit Konzert und der „Ernennung zu Gymnasiasten“ waren die deutschen und russischen Schüler nicht nur im Unterricht zusammen, sondern erlebten gemeinsam zahlreiche Projekte und Kulturtechniken, z.B. das Gestalten russischer Ostereier, das Bedrucken der Tücher, das Erstellen selbstgemachter Puppen und Erlernen alter Schreib- und Lehrtechniken aus dem Programm „Das alte Russland“. Neben der Vorbereitung auf das Osterfest gab es selbstverständlich auch die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten des Moskauer historischen Zentrums mit Besuch des Kreml und der Schätze in der Rüstkammer. Mit der Philharmonie „Das ethnische Kaleidoskop“ konnte Bekanntschaft mit russischen Liedern und Musikinstrumenten gemacht werden. Zwar kam das „Museum im Koffer“ zur Schule, aber es gab auch beeindruckende Ausflüge: auf den Poklonnaja Berg, Besuch des Panoramas „Schlacht bei Borodino“ ebenso wie Besuche verschiedener Museen, z.B. des Puppenmuseums und des Völkerkunde-Museums Amulett. Nachdem die deutsche Schulleitungs-Delegation die berühmten russischen Gemälde in der Tretjakow-Galerie mit einer Begleitdolmetscherin besucht hatte, trafen sich alle im großen Moskauer Zirkus. Hier war das Staunen groß über die kostümierte Musik- und Lichtershow zur russischen Version des Märchens von H. Chr. Andersen „Die Schneekönigin“ und insbesondere über die hohe Kunst der Akrobaten und der Dressur der Tiere (Eis- und Braunbären, Hunde, Pferde und Affen). Ohne Worte, alle waren sehr beeindruckt!
Die Schüler verständigten sich auf Deutsch und Russisch. Begeistert waren alle von der Gastfreundschaft und Offenheit der Russen. Nicht nur in ihren Gastfamilien wurden alle herzlich aufgenommen und großzügig bewirtet. Immer wieder konnten wir die besonderen Traditionen der russischen Gastlichkeit, der vielfältigen Kulturen und Feste kennenlernen. Die Schulleitungen trafen sich zu zielführenden Arbeitsgesprächen rund um den pädagogischen und methodischen Austausch.
„Obwohl die Vorbereitungen sehr aufwändig waren, hat sich die Mühe gelohnt", waren sich die Deutschlehrerin in Moskau, Frau Schupik, und Russischlehrerin Frau Maltseva als Koordinatorenteam einig. Als Fazit bekundeten alle Beteiligten wie überwältigt sie von diesem Austausch waren, wie bereichernd sie diese zwei Wochen fanden und dankbar dafür sind. Sie werden wohl noch lange über das Gesehene und Erlebte schwärmen. Die Abschlussfeier, die Fahrt zum Flughafen und der Abschied dort waren für alle sehr bewegend, und es war die eine oder andere Träne nicht zu vermeiden. Es steht fest: die geschlossene Freundschaft und das ‚Austauschmärchen‘ kann für die Schüler auf dem deutschen Boden weiter gelebt und geführt werden. Denn der Rückbesuch ist bereits vom 31. Mai bis 15. Juni 2017 geplant.


Bild:PositivDasFoto
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12.2.2016 Grundschulkinder der Seebachschule schreiben „Das Märchen der 5 Kontinente“

Das war einmal ein ganz besonderes Märchenprojekt – und es ist noch lange nicht zuende … Aber fangen wir ganz von vorne an: Die Idee für das Projekt kam im Sommer 2015 von Lehrkräften aus Österreich, Spanien, Deutschland, Ägypten, Lettland, Korea, Italien, Usbekistan und Bulgarien, die an einer internationalen Fortbildung für den Unterricht von Kindern mit Migrationshintergrund teilgenahmen, organisiert durch das Elabuger Institut Kazaner - Föderale Universität und „Computeria-Camp GmbH“ in Twer, Russland. Zu den Kursteilnehmerinnen gehörte auch Tatjana Maltseva, Lehrerin an der Seebachschule. Das Projekt soll zur Völkerverständigung in Zeiten der Globalisierung dienen und den Kindern die Möglichkeiten des interkulturellen Miteinanders in der realen und in der medialen Welt präsentieren. So entstand die gemeinsame Idee für „Das Märchen der 5 Kontinente“.

Seine Hauptfigur ist Kompjutoschka, eine Computer-Maus als Handpuppe, in Lettland genäht und per Post auf die Reise in die weite Welt geschickt. Kompjutoschka ist fröhlich, erfindungsreich, nicht klein zu kriegen! Sie vereint die Helden aus den Volksmärchen mehrerer Länder, welche durch die Kinder dieser Länder ins Russische übersetzt werden, die Muttersprache von Kompjutoschka und eine der UNO-Sprachen.

Worum geht es in dem „Märchen der 5 Kontinente“?  Ganz einfach: Ein Bewohner des modernen interaktiven Raums, des Landes der Computer, eben Kompjutoschka, spaziert  durch die alte russische Stadt Twer und findet auf einem Dachboden in einem uralten Haus einen Brief des großen Entdeckers und Kaufmanns des XV. Jahrhunderts, Afanassij Nikitin. Der Brief erzählt von seinen fernen Reisen und seiner Sehnsucht nach der Antwort auf die Frage: „Was ist das Glück und wo ist es verborgen?“ Daraufhin entscheidet sich Kompjutoschka, die vom Nikitin angefangene Reise zu beenden, um das Glück für die ganze Menschheit zu finden.

ZUM MÄRCHENABEND AN DER SEEBACHSCHULE AM 8. FEBRUAR 2016:

Am Rosenmontag fand nun der Maskenabend „Kompjutoschka zu Gast beim Hans im Glück“ in der Mensa der Seebachschule statt. Diese Veranstaltung für die Schüler und ihre Familien gehört zur traditionelle Reihe der „Märchenabende an der Seebachschule“, die von Rektorin Frau Eiden-Neesen initiiert wurde und inzwischen durch die Russisch-Lehrerin Frau Maltseva regelmäßig vorbereitet und durchgeführt werden.

Dieses Mal stand kein russisches, sondern ein bekanntes deutsches Märchen im Mittelpunkt. Aktiv mitgewirkt haben vom Anfang an nicht nur alle Kinder, sondern auch die Lehrkräfte, Eltern und sogar der Hausmeister der Seebachschule. Nachdem die Wahl auf „Hans im Glück“ gefallen war, hatte die eigentliche schöpferische Arbeit angefangen:

Die einzelnen Abschnitte des Märchens wurden zur Übersetzung auf die Kinder verteilt. Im Russisch- und teilweise auch im Deutschunterricht wurde das Märchen gelesen, von der CD abgespielt und besprochen, in den Bastel- und Malstunden wurden die Helden durch junge Künstler verkörpert. Vor allem war von Interesse, wie sich die Kinder „Hans im Glück“ vorstellen: Jedes Kind malte ein Bild zu einem von ihm ausgewählten Märchenabschnitt.  In den Klassen und zu Hause entstanden auch Kompjutoschka-Masken und Mäuse-Kostüme, sowie Dekorationen zum Auftritt.  Alles zu dem Zweck, dass die Kinder dieses Märchen nicht „nur“ in ihre Mutter- und Fremdsprache Russisch übertragen, sondern dass sie selbst die Geschichte durchleben und hiermit auch einen Teil deutscher Traditionen und Kulturgutes in ihr weiteres Dasein mitnehmen können.

Zunächst wurden 40 Grundschulkinder und ihre Eltern in handgefertigten Kompjutoschka-Masken von der Projektkoordinatorin Frau Tatjana Maltseva herzlich begrüßt. Danach erschien der Hauptheld des Abends, die Kompjutoschka-Puppe, getragen von einer Schülerin der 1. Klasse, Marinenko Anastasja.

Mit Kompjutoschka zusammen spielten alle Gäste deutsche, russische, aber auch lettische Mäuse-Spiele, weil ja Kompjutoschka eine Computer-Maus ist. Auch getanzt (Mäuse-Disco) und gesungen wurde international. Aber dann plötzlich erschien im Raum eine große Wuschel-Katze (diese wurde von einer der besten Schülerinnen der Alzeyer Albert-Schweitzer Grundschule perfekt dargestellt) und schlug alle Mäuse in die Flucht. Erst später wurde ihnen klar, dass es eine gutherzige Mietze-Katze ist und man mit ihr richtig viel Spaß haben kann. Die Mäuse tanzten für sie und mit ihr und stürmten zusammen eine Käse-Burg.  

Später schauten alle fast 40 kleinen und mehrere erwachsene Kompjutoschkas in ihren Masken den Film „Hans im Glück“ an und stellten ihre Ideen zum Zusammenkommen und Miteinandersein von Hans und Kompjutoschka vor: Wie kommt Kompjutoschka ins Hans-Märchen hinein, wem und wie wird er dort helfen, wie wird er mit Hans zusammen das richtige Glück finden und wie werden ihnen dabei IT-Methoden helfen. Hans erschien natürlich höchst persönlich und prüfte, ob alle Kinder das Märchen aufmerksam gelesen, gehört und geschaut haben. Die besten Ideen und Erzählungen wurden von Hans und Kompjutoschka mit Preisen aus dem Märchenland ausgezeichnet.

Zwischendurch durften die Mäuse am Mäuse-Futter (Brötchen mit Käse, kleine Würstchen, Obst und gesunde Süßigkeiten sowie Getränke) naschen, damit bei der folgenden Foto-Session alle Kompjutoschkas sich gestärkt in voller Pracht und fantasievoll präsentieren konnten

Am Ende des Abends - auch märchenhaft gute Dinge haben ein Ende, … welches uns aber zu neuen Anfängen führt - verabschiedeten sich die Kinder und ihre Eltern vom Kompjutoschka, weil er weiterreisen soll, zuerst nach Österreich und danach nach Frankreich und in immer weitere Länder.

Zusammen mit Hans im Glück wünschten die Grundschüler und ihre Eltern ihrem neuen Freund mit einem schönen Abschiedslied (Karaoke) eine gute Reise, viele Entdeckungen und  offene Herzen in unserer interkulturellen und vielsprachigen Welt.


Russische Weihnachten und Silverster in der Seebachschule

 Am 14.12.13 haben viele Kinder, Eltern, Omas und Opas gemeinsam  Silvester-Weihnachten nach russischer Tradition gefeiert.  Es wurde getanzt, gesungen, gespielt. Über 40 Kinder hatten  traditionelle russische Winterlieder auswendig gelernt  und sie haben sich  mit großer Begeisterung  zum Fest vorbereitet. Da galt es Lieder und Tänze einzuüben, Kostüme vorzubereiten,  Winterdeko zu basteln für den Saal und den Auftritt.
Als Höhepunkt dieses Abends besuchte der Weihnachtsmann in einem Original-Kostüm zusammen mit seiner Enkelin „Snegurochka“ die Kinder und verteilte an jeden von ihnen Geschenke. Es beteiligten sich auch viele Eltern an dieser Feier, um den Kindern das Fest  zu gestalten. So  gab es den „Wind“ und die „Schneeflocken“,  die  mit den Kindern  gesungen und getanzt haben. Um es noch etwas spannender zu machen, meldeten sich freiwillige Eltern für die Rolle der Räuber, gegen die die Kinder mit verschiedenen Spielen antreten mussten. Zum Ende der Feier versammelten sich alle in der Mensa, um gemeinsam zu Abend zu essen. Da sich viele bereit erklärten etwas mitzubringen, gab es eine reichhaltige Auswahl an verschieden Gerichten. Dieser Abend ermöglichte den Kindern dank der großen Bemühungen und Zusammenarbeit aller Beteiligten einen kleinen Einblick in die russische Welt der Traditionen und bereitete ihnen einen unvergesslichen Abend.